Da es nun kälter wird, ist das Verlangen nach einem wärmenden Essen groß und sollte im Idealfall auch noch gesund sein, damit der Körper gut gegen die herannahenden niedrigen Temperaturen gerüstet ist. Zum Glück ist ja noch Kürbissaison und so viel die Wahl schnell auf ein Gericht mit Kürbis als Hauptbestandteil. Als ich dann auch im Geschäft noch einen Butternusskürbis vorfand, war die Entscheidung klar und so wurde der Butternut-Kürbis zum Hauptakteur in meinem vegetarischen Butternut-Kürbis-Curry mit Kartoffeln, Kichererbsen, Brokkoli und weiteren leckeren Zutaten.
Warum Butternut-Kürbis perfekt für ein Curry ist:
Der Butternut-Kürbis, auch als Butternusskürbis bekannt, ist eine Winterkürbissorte, die ursprünglich aus Amerika stammt. Seine Beliebtheit verdankt er seinem süßen, nussigen Geschmack und der samtigen Textur, die ihn von anderen Kürbissorten unterscheidet. Seine birnenförmige Gestalt und die glatte, beige Schale machen ihn leicht erkennbar. Im Inneren verbirgt sich das leuchtend orangefarbene Fleisch, das reich an Vitamin A, Vitamin C und Ballaststoffen ist, was ihn zu einer gesunden Wahl in der Ernährung macht. Der Butternut-Kürbis ist äußerst vielseitig in der Küche einsetzbar – er kann gebacken, geröstet, püriert oder in Suppen und Eintöpfen verwendet werden. Sein süßliches Aroma harmoniert sowohl mit herzhaften als auch mit süßen Zutaten, was ihn zu einer beliebten Zutat in vielen herbstlichen und winterlichen Rezepten macht.
Der Butternut-Kürbis hebt sich vor allem durch seine einzigartige Textur und seinen Geschmack von anderen Sorten wie dem klassischen Hokkaido ab: Während Hokkaido oft etwas faseriger sein kann, besitzt der Butternusskürbis ein extrem feines, fast buttriges Fruchtfleisch mit einer natursüßen, nussigen Note, die perfekt mit deftigen Curry-Gewürzen harmoniert. Zudem hat er im Vergleich zu anderen Kürbissen einen extrem kleinen Kernbereich und eine sehr dünne Schale, wodurch beim Verarbeiten kaum Abfall entsteht und er nach dem Kochen eine unvergleichlich cremige Konsistenz in Eintöpfen und Currys erzeugt.
Er ist dabei nicht nur geschmacklich ein Highlight, sondern punktet auch mit inneren Werten:
- Makronährstoffe: Er liefert wertvolle, komplexe Kohlenhydrate und ist gleichzeitig sehr kalorienarm und fettfrei. Dank seines hohen Anteils an Ballaststoffen sorgt er für eine langanhaltende Sättigung und hält den Blutzuckerspiegel stabiler.
- Mikronährstoffe: Das leuchtend orangefarbene Fruchtfleisch ist eine wahre Fundgrube an Beta-Carotin (der Vorstufe von Vitamin A), das wichtig für Haut und Augen ist. Zudem ist er reich an Vitamin C zur Stärkung des Immunsystems, Kalium für die Muskelfunktion sowie Magnesium und B-Vitaminen.
Ich mag diesen Kürbis aufgrund seines wunderbar süß-fruchtigen Geschmacks besonders gerne und war auch besonders begeistert über die fein-cremige Note, die er dem gesamten Butternut-Curry verliehen hat. Welche Zutaten ich noch für das Curry verwendet habe und welche Schritte es zu beachten gilt, erfahrt ihr jetzt.
Rezept Butternut-Kürbis-Curry

Butternut-Kürbis-Curry mit Kartoffeln, Kichererbsen und Brokkoli
Kochutensilien
- 2 Kochtöpfe
- 1 Pfanne
Zutaten
- 1 Zwiebel
- 3 kleine Knoblauchzehen
- 300- 500 g Butternut-Kürbis
- 1/2 Zucchini
- 3 Stk. Karotten
- 3-4 Stk. Kartoffeln
- 1/2 Dose Kichererbsen
- 1 Tasse Brokkoliröschen
- 1 Tasse Reis
- 2 EL Currypulver
- 1 Würfel Suppenbrühe
- 1 EL Öl
- 1 TL Kümmel
- etwas Ingwer
- 300 ml Wasser
- etwas Limettensaft
Anleitungen
- Zuerst die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen und fein hacken.
- Danach etwas Öl in einen großen Topf geben und die Zwiebel gemeinsam mit dem fein gehackten Knoblauch gold-braun anbraten.
- Den Butternut-Kürbis und die Kartoffeln ebenfalls schälen und in kleine Stücke schneiden, auch in den Topf geben und kurz anbraten. Danach das Wasser (300 ml) und den Suppenwürfel hinzugeben und zugedeckt bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
- Währenddessen die Zucchini und die Karotten klein schneiden und dann im Topf mit den anderen Zutaten kochen lassen. Auch den Ingwer schälen, ganz fein hacken und ebenfalls mit dem Currypulver und dem Kümmel hinzufügen. Immer wieder umrühren.
- Nun eine Tasse Reis und zwei Tassen Wasser in einen Topf geben und ebenfalls zum Kochen bringen. Danach auf niedriger bis mittlerer Temperatur vor sich hin köcheln lassen, bis das Wasser verdampft ist.
- Die Kichererbsen in ein Sieb geben und gut mit kaltem Wasser abspülen.
- Nach ca. 15 bis 20 Min. sollte der Kürbis weich gegart und zu einer cremigen Masse verkocht sein. Nun die Kichererbsen hinzugeben und nochmal ein paar Minuten köcheln lassen.
- Währenddessen die gewaschenen Brokkoliröschen mit einem Schuss Öl in eine Pfanne geben und scharf anbraten. Mit etwas Limettensaft ablöschen und beiseitestellen.
- Nach ca. 20 Min. sollte das Curry die gewünschte cremige Konsistenz haben, falls nicht, kann auch etwas Kokosnussmilch hinzugefügt werden. Bei Bedarf gerne nochmal mit Curry, Salz und Pfeffer nachwürzen. Auch der Reis sollte nun fertig gekocht und das Wasser verdampft sein.
- Zum Schluss den Reis, das leckere Butternut-Kürbis-Curry und die Brokkoliröschen auf einen Teller geben und bei Bedarf mit Sonnenblumen- und Kürbiskernen bestreuen.
- Guten Appetit! 🙂





Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu meinem Butternut-Kürbis-Curry
1. Muss man den Butternut-Kürbis für das Curry schälen?
Ja, im Gegensatz zum Hokkaido-Kürbis hat der Butternut-Kürbis eine etwas festere Schale, weshalb ich ihn für dieses Curry vor dem Kochen mit einem Sparschäler schäle. So wird das Fruchtfleisch im Topf wunderbar weich und cremig.
2. Wo bekomme ich im Herbst frischen Butternut-Kürbis regional?
In der herbstlichen Kürbis-Saison von September bis November bekommst du frischen Butternut-Kürbis in bester Qualität direkt bei regionalen Direktvermarktern, auf den Wochenmärkten in deiner Umgebung oder in gut sortierten Supermärkten mit Fokus auf heimische Produkte.
3. Kann ich das Curry auch vorbereiten oder einfrieren?
Absolut! Da Currys durchgezogen oft noch besser schmecken, kannst du es wunderbar am Vortag zubereiten und im Kühlschrank lagern (dort hält es sich 2 bis 3 Tage). Auch das Einfrieren ist problemlos möglich – lass den Reis am besten weg und koche ihn beim Auftauen frisch dazu.
4. Was mache ich, wenn das Curry zu dick oder zu dünn wird?
Sollte das Curry zu dickflüssig werden, kannst du einfach einen Schluck Wasser oder etwas Kokosmilch unterrühren. Wird es zu dünn, lass es bei leicht geöffnetem Deckel einfach ein paar Minuten länger einkochen, bis die Kartoffeln und der Kürbis ihre natürliche Stärke an die Sauce abgeben.
5. Wie kann ich das Rezept anpassen, wenn ich anderes Gemüse übrig habe?
Das Rezept ist ein fantastischer Resteverwerter! Neben Karotten, Zucchini und Brokkoli passen auch Blumenkohl, Paprika oder frischer Spinat hervorragend in dieses Curry. Tausche das Gemüse einfach ganz nach Geschmack oder Saison aus.
Wer nach dem Butternut-Kürbis-Curry Lust auf noch mehr Kürbis hat, findet hier noch weitere Kürbis-Rezepte: